Albrecht Altdorfer

Gemälde

 

 

Altdorfer wird in erster Linie mit seiner Alexanderschlacht in Verbindung gebracht. Tausende von Figuren sind auf dem Gemälde wiedergegeben, nicht historisch korrekt, sondern als mittelalterliche Ritter. Harnische, Standarten, Federbüsche sind mit akribischer Genauigkeit gemalt. Napoleon hatte dieses Bild im Badezimmer hängen.

 

 

„Die Alexanderschlacht“, Gemälde (1529)

 

Alexander der Große bezwingt 333 v. Chr. den Perserkönig Darius. Die lanzenbewehrten Heere wirken wie ein vom Wind zerzaustes Kornfeld. Auch in der Luft tobt eine Schlacht. Die Sonne bricht am Horizont glühend hervor und schlägt dunkelblaue Wolkenballen in die Flucht.

 

Wolkenfetzen haben den Rückzug vor dem Himmelsgestirn angetreten, der Bewegungsimpuls greift über auf das ganze Bild und durchkämmt die Massen der Ritter. Obwohl Altdorfer unzählige Details gemalt hat, steht doch nichts einzeln da. Eins wächst aus dem anderen hervor.

 

 

„Auferstehung Christi“, Gemälde (1518)

 

An Altdorfers Tafeln zum Altar von St. Florian (bei Linz, Österreich), zu denen auch dieses Gemälde gehört, fällt zunächst auf, dass die Figuren stark verzeichnet sind. Zu Altdorfers Arbeitsweise gehört, dass er die menschliche Anatomie nicht in ihren Proportionen studiert, sondern dass sie unter seinen Händen „wächst“, sich wie eine Pflanze ausbreitet.

 

Hieraus ergeben sich Figuren mit überlangen Gliedmaßen, übergroßen Füßen und verschrumpelten Köpfen. Erst beim Wurzelwerk ist Altdorfer in seinem Element, beim Baum vor der Grotte mit seinem fransigen Geäst, den Wolken, der Farbenglut und der ungewöhnlich kühnen Lichtführung mit tiefen Schatten und wenigen Lichtkanten.